Es liegt gerade erst ein paar Jahre zurück, als ich mich in meiner Funktion als Geschäftsführer eines mittelgroßen Produktionsunternehmens das erste Mal mit Thema Interim-Management auseinandersetzte. Viel wusste ich darüber nicht, auch wenn mir zumindest der Begriff geläufig war. Ich kann mich an einen Fall erinnern, da erreichte mich die Nachricht, dass ein Lieferant (ein Mittelständler), nun von einem Interim-Manager geleitet wurde. Hier war der Geschäftsführer, der auch den gesamten Vertrieb koordinierte, überraschend aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen und intern konnte niemand kurzfristig die Aufgaben übernehmen. Dies prägte lange mein Bild vom Interim-Manager: Da gibt es Führungskräfte, überwiegend im Ruhestand, die im Notfall nochmal aktiviert werden, wenn irgendwo die eigentliche Führungskraft ausfällt. In jenem Fall war es genau so.

Es dauerte noch zwei bis drei Jahre, bis ich auf der Visitenkarte eines Kundenberaters der Zeitarbeitsfirma meines Vertrauens auch den Begriff Interim-Management entdeckte. Das Konzept des Zeitarbeiters war bekannt und wurde im Unternehmen auch gelegentlich genutzt. Aber Interim-Management? Also schaute ich auf der website nach was es denn da so alles gab. Ich entdeckte Interim-Geschäftsführer (CEO), Interim-HR Manager, Interim-CFO, Interim-Vertriebsleiter (CSO) und für mich damals sehr überraschend Interim-Projektmanager mit verschiedensten Schwerpunkten.

Schnell begannen die Möglichkeiten in meinem Kopf zu rotieren: Da war das F&E Projekt, das im Tagesgeschäft immer liegen blieb, da waren die vielen to-dos im Qualitätsmanagement, die dann wieder zum Audit hingebastelt werden würden, die Optimierung der Personalabteilung und der Aufbau eines Prozesses zur systematischen Mitarbeiterentwicklung, oder die vielen begonnenen „Lean-Baustellen“ in der Produktion. Jeweils einen passenden Experten für ein paar Monate geholt und dann wären diese wichtigen Dinge endlich erledigt! Super!

Als ich das erste Angebot in den Händen hielt musste ich tatsächlich erstmal schlucken. Um die 1000€ am Tag wollte ein Interim-Manager! Damit hatte ich nicht gerechnet. Zuerst, schien der Traum von den erledigten Projekten zu platzen. Das war viel Geld über das gesamte Projekt hinweg.

Doch bin ich nicht der Typ, der Träume so leicht platzen lässt! Also versuchte ich zu quantifizieren, was es das Unternehmen kostet, die Dinge mit teilweise noch fehlender Expertise selbst umzusetzen. Insbesondere was es kostet, eben nicht zeitnah mit einer Innovation am Markt zu sein, oder nicht verschwendungsarm mit kurzen Lieferzeiten zu produzieren oder gar ein Recruiting- und Einarbeitungsprozess, weil wichtige Mitarbeiter aufgrund fehlender fachlicher, führungsverantwortlicher und/oder finanzieller Entwicklungsmöglichkeiten das Unternehmen verließen.

Im Zweitgespräch mit dem Interim-Projektmanager konnten wir uns darauf einigen, dass dieser innerhalb von 3 Monaten das Projekt umsetzt und wir konnten uns sogar auf einen etwas niedrigeren Tagessatz einigen. Schon nach knapp über 2 Monaten war das Projekt abgeschlossen und die Ergebnisse übertrafen meine Erwartungen. Es neben dem Tagesgeschäft selbst zu versuchen hätte viel mehr Zeit und Geld gekostet und das Ergebnis wäre sicher nicht so herausragend gewesen!

Aber auch klassische Beratungsprojekte haben in KMU eher Interim-Management Charakter. KMU wollen nicht den Berater, der nur Konzepte und Werkzeuge ausrollt, die Mitarbeiter schult und sich weder mit dem Ziel noch dem Team verbunden fühlt. KMU brauchen Umsetzer! Umsetzer, die mitanpacken und mitjubeln wenn das Ziel erreicht ist. Außerdem werden nur in Ausnahmefällen Experten einer einzelnen Disziplin benötigt. KMU benötigen Generalisten, die verstehen wie alles miteinander verzahnt ist und was eine Veränderung in Bereich A für den Bereich B bedeutet, um alle Mitarbeiter mitzunehmen.

Hier lassen sich attraktive Konditionen vereinbaren: Dazu zählen beispielsweise Kontingentpakete, die entweder Stunden oder Tage enthalten, ein Interim-Vertrag mit nur zwei oder drei Tagen pro Woche oder die Möglichkeit sich auf für den Kunden attraktive Tagessätze zu einigen, wenn man auf Basis eines guten Vertrauensverhältnisses eine regelmäßige Zusammenarbeit wünscht.

Haben Sie auch so viel auf Ihrer „Man müsste mal…“ Liste? Lassen Sie nicht noch mehr Zeit verstreichen. Beginnen Sie jetzt mit der Umsetzung!

Vereinbaren Sie noch heute ein Vorgespräch!

Oliver Schneider
os@kmu-excellence.com